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Interview mit Katja nach der ETU Langdistanz Meisterschaft in Geradmer/ Frankreich von Reporter Q:

Q: Katja, eigentlich wolltest Du heute als Europameisterin auf der Langdistanz in einen verdienten Urlaub in Aegypten aufbrechen. Wie kommt es, dass Du jetzt hier im Cafe sitzt?
KS: Ja, ich habe mich vor dem Rennen sehr gut gefuehlt und war recht zuversichtlich. Leider ist mir nach ca. 85 km auf dem Rad von einer Autofahrerin der Weg abgeschnitten worden und ich bin bei dem Versuch auszuweichen auf nasser Strasse ins Schleudern gekommen und gestuerzt. Nach einer ziemlichen Tortur bin ich jetzt wieder zu Hause mit Platz- und Schuerfwunden und 3 gebrochenen Rippen.
Q: Das klingt nach einem sehr aprupten Ende des Rennens und vermutlich auch Deiner Saison! Wie konnte denn das passieren, war die Strecke nicht fuer Autos gesperrt?
KS: Ja, ich war eigentlich auch davon ausgegangen, dass die Strecke zumindest in der Stadt fuer Autos gesperrt ist, da es so im Internet vom Veranstalter angekuendigt war.  Aber leider fuhren im Ort mehrere Autos mit ca. 15 km/h hintereinander, so dass ich und mehrere andere Radfahrer links ueberholen mussten. Urploetzlich bog eine Autofahrerin direkt vor mir ohne zu blinken links ab.
Q: Wie verlief denn das Rennen bis zu diesem Zeitpunkt?
KS: Das Schwimmen war sehr gut, ich kam mit ca. einer Minute Rueckstand auf die letztjaehrige Siegerin und ITU-Spezialistin Delphine Pelletier aus dem Wasser. Natalia Barkun kam mit mir aus dem Wasser und war etwas starker als ich auf dem Rad. Zum Zeitpunkt des Unfalls lag ich mit 2,5 min Rueckstand auf Natalia Barkun und ca. 1,5 min hinter Delphine Pelletier an dritter Position.
Q: Wie haettest du deine Chancen auf den Titel zu diesem Zeitpunkt eingeschaetzt?
KS: 2,5 min sind nicht viel auf dieser Distanz, zumal meine Lauftrainings vor dem Rennen sehr gut waren. Ich denke, es war noch alles offen.
Q: Wie geht es jetzt weiter fuer Dich? In dieser Saison wirst Du wahrscheinlich kein Rennen mehr bestreiten koennen, oder?
KS: Wahrscheinlich nicht. Gebrochene Rippen bedeuten ca. 6 Wochen Pause. Ich werde mich jetzt ein paar neue Projekte planen.
Q: Was sind das denn fuer neue Aufgaben?
KS: In den Jahren als Profitriathletin bin ich immerwieder gebeten worden meine Erfahrungen weiterzugeben, und in der Richtung plane ich einige Projekte.
 Ich werde auf jeden Fall im naechsten Jahr nochmal angreifen und auch nochmal bei der Ironman  Weltmeisterschaft auf Hawaii starten, und freue mich auch gleichzeitig auf die kommenden  Aufgaben.

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