McLane Pacific Downtown Grand Prix
(Samstag, 5. März 2005)
Photo: http://www.cyclingnews.com/photos.php?id=photos/2005/mar05/mclane1/mclane_crit_05_0460_R
Ein wichtiges, großes Rennen im Norden von Kalifornien im Frühjahr. Mit Profiteams, Olympiateilnehmern und gleich mehreren amerikanischen Meistern. Auch das Feld der Amateur Frauen (Kat.3/4) in dem ich starte ist voll ausgebucht, das heißt wir starten ein Kriterium mit über 60 Frauen, auf einem Rundkurs (ca.1 Meile) mit 6 engen Kurven. 16 Runden werden gefahren. Das Team McGuire ist mit 9 Fahrerinnen stark vertreten.
Die Frauen der Kategorie 4, das bin ich, müssen hinten starten, was das Ganze noch schwieriger macht. Denn hinten verlierst Du gleich den Anschluss und dort passieren die Stürze. Also kämpfe ich mich sofort bei ca. 43 km/h nach vorne. Die Beine brennen wie verrückt! Nach 3 harten Trainingswochen und nur einem Ruhetag vor dem Rennen bin ich definitive nicht erholt. Also das Ziel wird nur sein im Rennen zu bleiben und hoffentlich das eine oder andere Mal einer Teamkollegin helfen zu können. Das klappt ich fahre mit einer unserer besten Fahrerin (momentan Nr.1 in der Kat 3 in den USA) in eine Ausreißergruppe mache das Tempo, wir werden dann aber ziemlich schnell wieder eingeholt. Beim Sprint habe ich nichts übrig in den Beinen und werde 18. Meine Teamkolleginnen 6. und 10.
Kriteriums mag ich nicht besonders, es ist eng, Schulter an Schulter, es wird gedrückt geschimpft und abgedrängt, und das Ganze bei einem Tempo von über 40 km/h.
Außerdem sind meine Muskeln an diese Intensitäten absolut nicht gewöhnt und beschweren sich die ganze Zeit.
Definitive ein neuer Trainingsreiz, hoffendlich zahlt sich das aus.
McLane Pacific Foothills Road Race
(Sonntag, 6. März 2005)
Photo: http://www.cyclingnews.com/photos.php?id=photos/2005/mar05/mclane2/mclane_rr_05_0755_R
Das Ziel heute ist eine der Fahrerinnen unseres Teams aufs Podium zu bringen. Bei einem Feld von über 100 Fahrerinnen ein schwieriges Unterfangen. Das Rennen ist ziemlich flach mit ein paar Hügeln, 2 Runden a 43km.
Der Start ist diesmal neutralisiert, was schön ist, denn immerhin kommt man so ins Pedal bevor es richtig losgeht. Schon nach einem Kilometer fährt Liz meine Team- Kollegin die erste Attacke, wird eingefangen und fahrt gleich die 2. Attacke, dadurch ist das Tempo gleich recht hoch, 40 – 45km/h. Das sollte auch so bleiben. Denn unsere Strategie war so viel wie möglich zu attackieren, und die des Teams Village Pedler das Tempo hoch zu halten und Attacken einzufangen Bei einer meiner Konter-Attacken nach ca. 75km konnte ich eine relative großes Loch reißen, bis Eine im Peleton ruft: “Das ist eine Profitriathletin die kann gut Zeitfahren, die fährt das Tempo alleine durch. Lasst die nicht wegfahren!!!”
Damit war’s dann aus für mich, die Hetzjagd beginnt und alle vorne außer meine Teamkolleginnen beteiligen sich. Ich bin nach ein paar Minuten eingeholt und wieder total erschöpft im Peleton.
Unser Team hat gute Arbeit geleistet, jede was sie kann. Zwei haben nach ihren Attacken das Tempo des Peleton nicht mehr halten können und sind abgehängt worden. Eine ist gestürzt.
Die letzten Hügel vor dem Finish teilen das Peleton, nur 30 sind in der vorderen Gruppe übrig. 4 von unserem Team. Ich fahre die letzte geplante Attacke ca. 3km vor der Ziellinie und habe dann nicht mehr genügend Kraft unsere Beste zu unterstützen. Ich bin platt. Kann kaum mehr kurbeln. Die letzte Attacke hätte ich sein lassen sollen. Denn auch Liz hatte sich mit all den Attacken total verausgabt und keine Kraft mehr für die Zielanfahrt. Na ja, Lia schafft es auch ohne uns auf Platz 10 und Jen wird 12.
Die Trias wurden verheizt, es ist ein Teamsport und ich habe mich an den Plan gehalten, dass es am Schluss nicht ganz aufging liegt wohl auch an fehlender Erfahrung.
Hat auf jeden Fall viel Spaß gemacht, und unser Team hat viel Respekt gewonnen, wir waren definitive das aktivste Team und Liz hat das Trikot für die aggressivste Fahrerin bekommen.
http://www.mclanepacificcyclingclassic.com
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