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Statement Paula Newby-Fraser


Als Profitriathletin, die seit ueber 20 Jahren Triathlon und Ironman bestreitet moechte ich etwas Licht in einige ungewoehnliche Handhabungen beim Ironman Frankfurt bringen. 2002 habe ich an dem Rennen teilgenommen und der Rennleiter Kurt Denk hat bei der Profi-Wettkampfbesprechung vor dem Rennen die folgenden Regeln fuer die Eigenverpflegung (Getraenke/Ernaehrung fuer Sportler ausserhalb der normalen Verpflegungsstationen) erklaert:

1. Der/Die Profisportler/in kann seine Eigenverpflegung am Morgen des Rennens abgeben. Ein freiwilliger Helfer stellt diese Flaschen auf einem Tisch an der Strecke ab. Diese Tische werden nicht bewacht nachdem der Helfer die Flaschen abgestellt hat, und sind damit zugaenglich fuer jeden an der Strecke.

2. Der Profisportler kann die Eigenverpflegung auch von einem beliebigen persoenlichen Helfer jederzeit waehrend des Rennens auf dem Tisch abstellen lassen, was nicht autorisierten Personen Zugriff auf die Flaschen gewährt, und zwar nicht nur auf die “ihres” Sportlers, sondern auch auf alle anderen. Die Flaschen werden nicht bewacht sobald der Helfer die Flaschen auf den Eigenverpflegungstischen abgestellt hat.

3. Der Profisportler kann von mehreren verschiedenen persönlichen Helfern ueber die gesamte Strecke verteilt (jeweils vor den offiziellen Verpflegungstationen) Verpflegung gereicht bekommen, so wie er/sie diese braucht. In diesem Fall würde die Verpflegung bewacht, nämlich durch die individuelle Person des Vertrauens.

4. Ich war zu dem Rennen aus den Vereinigten Staaten angereist, sodass die Moeglichkeit Nr.3) fuer mich nicht verfügbar war, und ich war der Meinung, dass diese Regelungen den einheimischen Sportlern/innen einen ungerechten Vorteil verschafften. Da ich nicht den Luxus hatte, Vertrauenspersonen ueber die gesamte Strecke verteilen zu können, gab es keine Moeglichkeit, den unberührten Zustand meiner Verpflegung zu garantieren. Besonders, da die Verpflegung markiert mit der Startnummer (dies ist allgemeiner Standard) waehrend des gesamten Rennens auf einem Eigenverpflegungstisch steht und nicht bewacht wird (dies entspricht nicht dem Standard!). Ich habe an ueber 30 WTC Ironman Rennen teilgenommen, habe 24 davon gewonnen und diese Praxis gab es bei KEINEM anderen Rennen auf der Welt. Dieses Versäumnis hat mich so gestoert und verunsichert, dass ich den Offiziellen des Rennes mitgeteilt habe, dass ich mich weigern würde, an irgendwelchen Dopingkontrollen nach dem Rennen teilzunehmen. Denn meine Flaschen sind damit unbewachte Rennverpflegung.

Ich habe diesen Punkt mit verschiedenen Offiziellen diskutiert, und habe auch oeffentlich sehr deutlich bei der Wettkampfbesprechung meine Meinung kundgetan, dass diese Vorgehensweise nicht sicher und unprofessionell ist, dass so Betrug und Manipulation möglich sind und dass bei keinem anderen Weltklassetriathlonrennen oder Marathon so verfahren wird.

Kein anderes Weltklasse Rennen, Triathlon, Radrennen oder Marathon erlaubt solches Procedure.

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