Der Heidelbergman ist einer der anspruchsvollsten Kurztriathlons der Welt. Nach dem Schwimmen im Fluss, hier geht es noch schön flussabwärts, geht es auf dem Rad direkt nach 2km's über die Alte Brücke in Heidelberg über Kopfsteinpflaster auf den 568m hohen Königstuhl, und das 2x. Und dann beim Laufen auf den Philosphenweg, eine wunderschönen Weg am Hang mit Ausblicken auf die Altstadt, 5km hoch und 5km runter. Eine sehr, sehr ansruchsvolle Strecke. Technisch und hart.
Nach 8 Siegen und einem 2.Platz im letzten Jahr wollte ich natürlich wieder gewinnen. Vorab- es ist mir nicht gelungen. Nina Kuhn war am Schluss etwas über eine Minute vor mir.
Nach einer unschönen Tunkaktion eines Mitstreiters habe ich schon beim Schwimmen meine Rhythmus verloren, um dann als 2. auf dem Rad auf dem nassen Kopfsteinpflaster über der alten Brücke mit dem Vorderrad wegzurutschen und zu stürzen. Ich war zum Glück nicht schnell um die Kurve gefahren, so dass der Sturz auch recht glimpflich verlief. Nachdem ich festgestellt hatte, dass alle Knochen noch heil sind, bin ich weitergefahren. Leider war meine Bremse verbogen und meine Schaltung in Mitleidenschaft gezogen worden, so dass ich nicht mehr auf mein kleinstes Ritzel schalten konnte. Bei den Steigungen kein Spaß. Die zu der Zeit Führende konnte ich noch überholen. Aber ich hatte durch den Sturz das Vertrauen in mein Rad verloren und nachdem der Schock etwas nachließ, habe ich schon gemerkt, dass ich unsanft auf den Asphalt aufgeschlagen war. Mein Körper war allgemein nicht sehr erfreut, jetzt auch noch Höchstleistung bringen zu sollen.
So war es nur eine Frage der Zeit, bis Nina Kuhn und Nicole Töpfer von hinten kamen. Mit etwas über 1min Rückstand bin ich dann auf die Laufstrecke. Es hat mich dann noch sehr gefreut, dass ich noch auf der Neckarwiese über den Lautsprecher hörte, dass Vanessa Schlemmer, die ich seit diesem Winter trainiere, direkt hinter mir vom Rad gestiegen war. Das war schon eine toller Erfolg für sie. Auf der Laufstrecke konnt ich Nicole Töpfer dann noch einholen, Nina war außer Reichweite.
Vanessa kam auf's Treppchen: Ich bin auf ihre Leistung sehr stolz. Super, Vanessa, nach der Hawaii-Quali in Frankfurt ist jetzt auch noch eine super Platzierung im Rhein-Neckar Cup möglich. Die Entscheidung fällt in 3 Wochen in Viernheim. Für mich heißt es, alles geben, ich brauche einen Sieg, um dem Cup zu gewinnen. Vanessa hat gute Aussichten auf den 3.Platz.