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Ironman HawaiiBlog und Interview

Vanessa Schlemmer

Vanessa beim Muskelfunktionstest des Laufseminars "Art of Running"

Vanessa hat Luft- und Raunfahrtechnik studiert und arbeitet sein 11/2 Jahren bei Airbus. Sie wird seit Dezember 2008 von Katja trainiert und hat sich in Frankfurt in 10:06h fuer die Ironman Weltmeisterschaft auf Hawaii qualifiziert. HIER koennt ihr Vanessas Blog von Hawaii lesen.

Interview:

 

 

Vanni, wir haben die 10 Tage vor dem Rennen deinen Blog gelesen, die Zeit hast Du ja sehr genossen und von Schwimmen mit Delfinen und Haien über ein Treffen auf dem Highway mit Weltmeisterin Chrissie Wellington viel erlebt.  In Hawaii warst Du ein "Rookie" (der Ausdruck für einen der zum ersten Mal bei der Ironman Weltmeisterschaft dabei ist). Es heisst ja oft Rookies müssen oft erstmal Lehrgeld bezahlen. Wie hast Du den Wettkampf empfunden?

Der Wettkampf war für mich unglaublich hart. Ironman scheint hier auf Hawaii eine ganz andere Bedeutung zu haben. Die Trainingsvorbereitungen für das Rennen können zu 100% stimmen und dennoch muss es auch im Kopf passen. Als Rookie ist es schwer beides beim ersten Start auf Hawaii zu verbinden. Vor dem Start konnte ich mir das Rennen und den Verlauf immer nur vorstellen, aber als ich mittendrin steckte, hat es mich umgehauen.

 

Hawaii ist ja zum größten Teil ein Rennen durch die Lavafelder, die Hitze und Monotonie machen es zu einem unvergleichbar harten Rennen. Wie hast Du die Bedingungen auf der Strecke im Vergleich zu den Ironman Rennen in Europa empfunden.

Durch meine frühe Ankunft in Kona wusste ich, wie heiß es während des Rennens werden kann. Die Rad- und Laufstrecke auf dem Highway bin ich teilweise abgefahren und gelaufen und ich kannte die komplette Schwimmstrecke. Dennoch fühlte ich mich im Rennen, als ob ich meinen ersten Triathlon bestreite. Schon kurz vor der Radankunft in Kona sieht man die ersten Läufer auf dem Highway und da geht die letzte Energie flöten. Die Monotonie wird einem da erst richtig bewusst. Ironman Hawaii ist kein flaches Rennen, im Gegenteil gerade die kleinen Anstiege sind bei den Windverhältnissen auf Hawaii sehr, sehr anstrengend. Einen Ironman kann man nie richtig planen, aber ich denke, ein Rennen in Europa ist definitiv besser einschätzbar als auf Hawaii.

 

Hawaii ist die Ironman Weltmeisterschaft. Jeder ist in Hoechstform und die Konkurrenz ist enorm. Die Spannung steigt die letzten 10 Tage bis zum Siedepunkt am Rennmorgen. Jeder geht unterschiedlich mit dieser intensiven Stimmung um. Wie hast Du das empfunden und hat es Dich eher beflügelt oder gelähmt?

Ich brauche meine Ruhe vor dem Rennen. Innerlich bin ich zwar auf 180, aber äußerlich sieht man mir es kaum an. Leider kann man der intensiven Stimmung nicht aus dem Weg gehen, da Kona vor Triathleten, Fernsehen, Fans und Zuschauern aus allen Nähten platzt. Ich hätte gerne einen großen Bogen um den ganzen Trubel gemacht, aber das ist überhaupt nicht möglich. Klar, irgendwie gehört es ja auch zur Weltmeisterschaft dazu und wenn man morgens beim Schwimmen Chrissie Wellington über den Weg schwimmt, ist man schon stolz dabei zu sein. Mich hat das Ganze nur nicht beflügelt, sondern ich hatte eher nur noch mehr Respekt vor dem Rennen.

Gestern war die Rhein Neckar Cup Siegerehrung, Du hast in diesem Jahr deine Altersklasse gewonnen und  Nina Kuhn ,Favoritin fuer 2010, sieht Dich als ernstzunehmende Konkurrentin. Bist Du im nächsten Jahr beim Cup wieder dabei?

J Wenn ich mich anständig vorbereiten kann, bin ich auf jeden Fall dabei!

Das hoert sich alles etwas negativ an, immerhin hast Du die Ironman Weltmeisterschaft bestritten und das nicht gerade in einer schlechten Zeit. Sicher wird es naechstes Mal besser und Du kannst zeigen was Du drauf hast. ALLES GUTE!