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"Cool Hand Luke" siegt in Ladenburg
Triathlon Römerman: Durchmarsch für Schumacher

von Ulrich Porsch

Ladenburg: Nur sechs Tage nach dem Ironman Germany in Frankfurt traten
einige der Top-Starter der selbsternannten Europameisterschaften in Ladenburg
beim Römerman an. Bei diesem zweiten von vier Triathlons des Rhein-Neckar-Cups
ging der Sieg aber nicht an Leder, Widmann oder den Heidelberger Filip Kristl, sondern
an einen von den Strapazen am Main unbelasteten Triathleten. Der Kanadier Luke
Dragstra, schon seit einigen Jahren im Sommer im Schwarzwald ansässig, entschied
das Rennen souverän für sich. So stellte sich der Rennverlauf aus der Sicht
des Schnellsten im "Rest des Feldes", Uwe Widmann dar: "Dragstra kam mit Leder, Kristl,
Hermann Müller und mir aus dem Neckar und durch die Felder nach Dossenheim war auch
kein Problem. Schon beim steilen Stich zum Steinbruch ist er uns aber weggefahren,
und auf der ruckeligen Strecke auf den Weißen Stein haben wir auch den Sichtkontakt
verloren. Dabei ging es meinen Beinen eigentlich gut, aber ich konnte gar nicht
so viel Essen, wie ich Hunger hatte! Hoffentlich klappt das nächste Woche in Heidelberg
besser!", so der Vierte von Frankfurt und Zweite von Ladenburg.

Hinter Dragstra kämpfte Widmann wie berichtet noch Lothar Leder auf der Laufstrecke
nieder und sicherte sich ansonsten nach hinten gegen Alexander Lang ab. Auf Rang sieben findet
sich schon Widmanns "Teamchef" Winnie Traub, der in dieser Saison scheinbar wieder
mit Ehrgeiz und Form am Start ist!

Dem Rennen der Frauen mangelte es definitiv an Spannung. Nur im Wasser ging die Tagesbestzeit
nicht an Katja Schumacher vom SV Nikar (die damit ihren ersten Saisonsieg feiern konnte), vom
Edinger Hafen zum "Fährhafen" in Ladenburg
war die Eberbacherin Laura Schmitz noch schneller. Das Schwimmen im Neckar fand übrigens
für Ladenburg zum ersten Mal ohne Neoprenanzüge statt - Wassertemperaturen von fast 28
Grad hätten auch keine "Kälteschutzanzüge" erfordert, ganz im Gegenteil. Schumacher
war dann die schnellste Radfahrerin und die schnellste Läuferin des Tages, legte gut
neun Minuten zwischen sich und die Zweitplatzierte Sandra Krücke (immerhin die Siegerin
des Cup-Auftaktrennens in Mussbach) und wäre in der Männerwertung auch noch auf Rang 13
gelandet! Entsprechend zufrieden war die Cup-Titelverteidigerin im Ziel: "Das war endlich
mal wieder ein Rennen, das lief! Jetzt freue ich mich auf den nächsten Sonntag und mein
Heimatrennen!"

Der schnellste Radsplit des Tages wurde allerdings vom Radler des Teams
"take it easy" im Staffelwettbewerb abgeliefert - er fuhr die 42 Kilometer über
den Weissen Stein und die Ursenbacher Höhe in 67 Minuten, acht Minuten schneller
als Dragstra!

Der Zwischenstand des Rhein-Neckar-Triathlon-Cups nach nun zwei von vier Rennen
ist noch nicht besonders aussagekräftig, da ein Rennen Streichergebnis sein wird.
Es führen daher mit Luke Dragstra und Sandra Krücke zwei Athleten, die in Mussbach
und Ladenburg am Start waren.

Mitfavorit Timo Bracht war kurzfristig nicht am Start. Die Wunden an seinen Füssen,
die er sich beim Kampf um den Sieg beim Ironman Frankfurt zugezogen hatte, waren noch
nicht genügend verheilt, um schon wieder wettkampfmässig laufen zu können.

Der Ladenburger Triathlon besteht nicht "nur" aus dem Römerman, er ist eine ganztägige
Großveranstaltung mit an die 1000 Sporttreibenden, die bei Kinder-, Fittness- und eben dem
Kurztriathlon am Start stehen. Allerdings schwimmen nur die Römermänner (und -frauen) im Neckar, das
Schwimmen der kürzeren Distanzen findet im Freibad statt.

 

Ergebnisse Triathlon Ladenburg, "Römerman" 1,8-42-10 km
Frauen:
1. Katja Schumacher, SV Nikar, 2:23,27 Std. (20,48 min + 1:22,25 Std. + 40,13 min),
2. Sandra Krücke, Tus Griesheim, 2:32,42 Std.,
3. Marion Waid, Tria Team Seligenstadt, 2:37,35 Std.,
4. Anna Laib, MTG Mannheim, 2:39,03 Std.,

Ergebnisliste als PDF (60 KB)


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