Sitemap
Rhein Neckar Zeitung 23.07.2005


Zurück in der Heimatregion - Top-Triathletin Katja Schumacher vor ihrem Start beim Rhein-Neckar-Cup
von Ulrich Porsch

Vor ihrem ersten Start in Deutschland nach ihrer zehnmonatigen Startpause aufgrund einer positiven Dopingprobe schaut die Heidelberger Profitriathletin Katja Schumacher (SV Nikar) positiv in die Zukunft. Wir sprachen mit der 37jährigen aus Neuenheim:

RNZ: Sie sind bis zum 1. Juni nicht gestartet, ist Ladenburg Ihr erstes Rennen nach der Pause?

KS: Nein, ich hatte schon zwei Starts in den USA im Juni, die auch recht erfolgreich waren. Bei einer gutbesetzten Mitteldistanz in Pittsburgh konnte ich Dritte werden.

RNZ: Was sind die Ziele beim Rhein-Neckar-Cup und insbesondere in Ladenburg?

KS: Vor dem heimischen Publikum möchte ich gewinnen. Ich fühle mich gut in Form und habe auch in den letzten Monaten viel Unterstützung aus der Region gespürt, da möchte ich mit einer guten Leistung etwas zurückzahlen.

RNZ: Wie schätzen Sie Ihre Siegchancen angesichts des Starterfeldes denn ein?

KS: Der Papierform nach sollte ein Sieg für mich möglich sein, Almuth Grüber ist wohl meine stärkste Konkurrentin - und in Heidelberg soll auch Ute Schäfer am Start sein.

RNZ: Das Männerfeld ist ja deutlich besser besetzt, mit Holzner, Bracht und Taubert.

KS: Ja, man scheint sich um die Anwerbung eines starken Frauenfeldes nicht sehr bemüht zu haben. Aber vielleicht kann
ich ja mit guten Leistungen den Anreiz bieten, das im nächsten Jahr zu verbessern.

RNZ: Was sieht Ihre Saisonplanung ausser Ladenburg, Heidelberg und Viernheim noch vor?

KS: Der August ist dichtgepackt - zwischen Heidelberg und Viernheim stehen die Deutschen Meisterschaften Mitteldistanz
in Kulmbach auf dem Programm, und in der Woche danach der Ironman in England.

RNZ: Und im Oktober Hawaii?

KS: Wenn ich mich in England qualifiziere, dann ja. Ich habe mit dem Rennen noch eine Rechnung offen - ich werde es nie gewinnen, dazu bin ich zu muskulös gebaut, fürchte ich. Aber einen Platz unter den ersten Zehn hätte ich schon gerne in meinen Ergebnissen. Im nächsten Jahr möchte ich mich dann auf die neue weltweite "70,3"-Serie konzentrieren, die für die Halb-Ironman-Distanz (eben 70,3 Meilen) das tun möchte, was Hawaii und die Qualifikationsrennen für die Langdistanz sind. Ich glaube, das mein Talent besser auf die "Halbdistanz" passt und denke, dass ich da sehr gute Ergebnisse erzielen kann.

RNZ: Da zu Ihrer positiven Probe noch juristische Untersuchungen laufen, möchten Sie dazu nicht sprechen - nur eine Frage, sind Sie seit Erwerb des "Elitepasses" Anfang dieses Jahres jemals kontrolliert worden?

KS: Nein, kein einziges Mal. Meine letzten beiden Proben waren die in Frankfurt im letzten Juli und dann eine Trainingskontrolle im November, als ich aus USA zurückkam.



Ergebnisse des Römerman Ladenburg

1. Katja Schumacher 2:22,55
2. Silke Hinrichs 2:29,36
3. Katrin Engelen 2:32,13

1. Timo Bracht 2:05,49
2. Luke Dragstra 2:07,35
3. Stefan Holzner 2:08,03


zur Bildergalerie



zurück


© 2004 KatjaSchumacher.com | Design by one4vision.de Impressum