Katja Schumacher hat die Weltspitze erklommen
Nach einem turbulenten und harten Jahr der Doping-Anschuldigungen konnte sie endlich der Welt zeigen, dass sie es wirklich drauf hat und erreicht beim Ironman auf Hawaii als beste Deutsche den sechsten Rang.
Über die Doping Anschuldigungen im letzten Jahr möchte Katja nicht mehr viel sprechen: „Es war eine sehr schlimme Zeit für mich. Ich bin von einigen Seiten sehr unkorrekt behandelt worden und war auch sehr sauer darüber. Aber ich habe mich entschlossen nach vorne zu blicken. das Leben ist manchmal unverständlich und stellt einen vor extreme Bedingungen. Dann kommt es nur darauf an, wie man sie meistert und was man daraus lernt.“ Erzählt sie über die Methode, mit der sie die harte Zeit meisterte.
Genau weiß Katja immer noch nicht, was wirklich im letzten Jahr geschehen ist, wie es zu diesem positiven Testergebnis kam. „Die einzige Möglichkeit das rauszubekommen, wäre die B-Probe gewesen. Man hätte einen Bakterientest machen müssen und einen DNA Test, den ich auch von Anfang an beantragt hatte.
Allerdings wurde beides verhindert. Dass die Proben offen im Labor ankamen, macht mich natürlich auch extrem stutzig. Und dass dann solche Proben dafür genutzt werden, eine Sportlerin zu verurteilen, ist für mich absolut unerklärlich. Aber wie gesagt, ich schaue nach vorne und das heißt: mich auf das zu konzentrieren, was ich gerne mache und wo ich gut bin - und das ist der Sport.“
Im nächsten Jahr wird Katja weiterhin hauptsächlich in den USA unter Anleitung von der Langstrecken-Legende Paula Newby-Fraser trainieren. „Ich möchte mich weiter verbessern und die Besten der Welt trainieren in San Diego. Ich habe die Chance, mit Michellie Jones, Kate Major und Heather Fuhr zu trainieren. Paula ist für mich die beste Trainerin der Welt, sie hat mich schon vor meinem ersten Ironman Sieg 1998 beraten. 2001 habe ich mit ihr trainiert, dann Florida gewonnen und den Streckenrekord gebrochen. Und dann dieses Jahr Hawaii.“ Zum ersten Mal wird sich Katja in 2006 übers ganze Jahr von Paula beraten lassen.
Und Anfang Februar hat sie die Chance, in einen Windkanal zu gehen und ein Kuota- sowie das Kestrel-Zeitfahrrad, mit verschiedenen Helmen und Positionen, zu testen. „Ich werde dann das Rad, das für mich am besten ist, im nächsten Jahr fahren. Ich hatte die schlechteste Radzeit unter den ersten zehn auf Hawaii. Das möchte ich ändern. Durch Training, durch ein neues Rad und eine bessere Position auf dem Rad.“ Unterstützung erhält Katja von ihrem langjährigen Sponsor MLP. Außerdem hat sie bei American Interbank unterschrieben und startet 2006 für VMG / Tempelton Racing.
Ihre Höhepunkte sind in der kommenden Saison vorrangig der Ironman Hawaii und der Ironman Lake Placit Ende Juni. Die gesamte Wettkampfplanung ist auf Hawaii abgestimmt, dennoch wird Katja bei verschiedenen Half Ironman Rennen der 70.3 Serie starten und auch bei der dazugehörigen Weltmeisterschaft im November. Dann möchte sie ihre Titel bei der Rhein Neckar Cup Serie und des Deutschen Meisters auf der Mitteldistanz verteidigen.
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