Gedanken 04.10.2004
Es ist schon alles fast komisch, ich habe mich vor Jahren mit
den ganzen Dopingangelegenheiten beschaeftigt und mich entschieden,
dass es fuer mich nicht in Frage kommt (Sport ist mir wichtig, aber
nicht so wichtig, und es gibt fuer mich auch ein Leben ausserhalb und
nach dem Sport), ich habe meine Ziele relativiert, und habe auch ohne
Doping immer wieder Rennen gewinnen koennen. Jetzt gibt es
Dopinganschuldigungen gegen mich. Und ich muss beweisen, dass ich
unschuldig bin, das wird schwer sein. Ich werde alles tun, um
rauszubekommen was wirklich passiert ist. Und meine Unschuld zu beweisen.
Und was mir jetzt genauso wichtig ist, ich muss die
Oeffentlichkeit darauf aufmerksam machen, wie unsicher das System ist.
Dass es bei einem Rennen jeder der 200 000 Zuschauer Zugang zu
den Flaschen der Profis hat ist unverantwortlich.
Dass mir und meinem Anwalt das Recht verwehrt wird bei meiner
B-Probe anwesend zu sein, verstoesst gegen das Gesetz jeder Sportler
mit einer positiven A-Probe hat das Recht die Oeffnung der B-Probe zu
beantragen und bei der Oeffnung persoenlich, oder durch eine Person
seines Vertrauens vertreten zu sein).
Ich kaempfe diesen Kampf nicht nur fuer mich. Nachdem was ich
durchgemacht habe hoffe ich erreichen zu koennen, dass etwas
aehnliches niemals wieder einem Sportler, der niemals Dopingmittel
zu sich genommen hat, passiert. Das System muss sicher fuer die Sportler
werden, so dass Schuldige erwischt, aber nicht Unschuldige verurteilt werden.
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