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Juli 2003


20.07.03
Der Opel Ironman Germany 2003 war eines der härtesten Rennen, die ich jemals gemacht habe. Es ist hart als Titelverteidigerin während des Rennens zu realisieren zu müssen, daß ich keine Chance hatte ganz vorne mitzumischen.

Profisportlerin ist mein Traumberuf, man geht in kaum einem anderen Job durch solche Höhen und Tiefen. Dieses Jahr hat mir meine Gesundheit einen Streich gespielt, ich konnte nicht so trainieren, wie ich wollte. Trotzdem bin ich zufrieden, weil ich das Gefühl habe, daß ich das bestmögliche aus dem Tag gemacht habe. Es war hart und ich hatte definitiv Momente im Rennen, in denen ich mich so schlecht gefühlt habe, daß ich am liebsten aufgegeben hätte. Ich habe mich durchgekämpft, weil ich das Gefühl hatte das schulde ich Allen! Allen, die kommen und mich anfeuern und unterstützen. Meinen Sponsoren, besonders Opel, die wirklich alles für uns getan haben um uns eine gute Vorberreitung zu ermöglichen. Dem Frankfurter Publikum, meiner Familie, Freunden und mir selbst. Ich habe gekämpft bis zum Umfallen.
Ich möchte ganz herzlich meinen Konkurentinnen gratulieren, Ihr habt eindrucksvolle Leistungen gebracht. Gratulation an alle Finisher. Es war ein harter, heißer Tag und allen, die das Rennen finishen gilt mein Respekt.
Einen Wunsch habe ich: ich würde mir einen eigenen Start für die Profi- Frauen wünschen. Denn nur so können wir unser eigenes Rennen machen, beim Florida Ironman 2001 sind wir 35 min vor dem Feld gestartet. Ich war die meiste Zeit komplett alleine auf der Strecke, niemand in Sichtweite, es war hart aber fair. Einen solchen Start würde ich mir für Frankfurt 2004 und den Ironman in Hawaii wünschen. Der Opel Ironman Frankfurt ist mein Lieblingsrennen.

Kurt Denk und sein Team, sind Perfektionisten in der Organisation, die sich immer Gedanken macht, wie sich was verbessern lässt und sich wirklich um die Sportler und perfekte Bedingungen für die Sportler bemühen

Vielen Dank Kurt!


12.07.03
sorry, aber gestern konnte ich nicht schreiben. der tag war vollgepackt und ich müde als ich nach hause gekommen bin. expo, bike packen und pastaparty. heute hat Opel das Team nochmal eingeladen, wir haben alle ein schön gerahmtes Bild bekommen, Autogramme gegeben auf unseren neu gemachten Karten und Opel Triathlon Team Postern. Dann habe ich gleich mein Rad eingecheckt. Der Nachmittag habe ich auf der Couch verbracht und Tour de France geschaut. Frühes Abendessen um 18 Uhr und jetzt geht´s ins Bett. Gute Nacht und ich wünsche allen einen schönen Tag und den Athleten alles Gute für morgen. Let´s go


10.07.03
Ein schöner Tag in Frankfurt: Ich geniesse das Hotel Interconti, schöne Umgebung, gutes Essen und netter Service. Nach einem kleinen Frühstück mit Müsli und Cappucino, 20min Stretching und dann geht´s auf´s Rad, 2 Stunden auf der Rennstrecke. Viel Verkehr bis Bad Vilbel, dann wird´s schön, perfekte Bedingungen 25 Grad und kaum Wind und am Sonntag haben wir ja dann die Strassen für uns. Nochmal 10 min Stretching, ausruhen und um 14:30Uhr geht´s dann zum HR. Zum Interview im Vorfeld des Ironman. Um 16 Uhr bin ich wieder im Hotel rechtzeitig für die letzte Stunde Tour de France. Danach passiert nicht mehr viel relaxen, essen.


09.07.03
Schwimmen, nochmal mit Neo. 2,5km wieder viel Technik und 500 mit Tempovariationen, ein paar härtere 50er. Dann hatte ich einen Termin mit Herrn Lautenschläger von MLP, wir haben die Logoposition besprochen auf meiner Wettkampfbekleidung, da Opel ja dieses Jahr mein neuer Haubtsponsor ist. MLP unterstützt mich seit 1998, nach meinem Sieg in Roth hat mich Herr Lautenschläger angerufen und mir angeboten meinen Hawaii Start zu finanzieren. Es ist selbst auch begeisterter Radfahrer.

Dann wieder Zuhause war das Zeitfahren, und ich hatte noch einige Emails zu beantworten. Packen und jetzt sind wir auf dem Weg nach Frankfurt. Dort habe ich in den nächsten Tagen noch einige Termine. zB. bin ich am Freitag um 13 Uhr bei der Opel Markenwelt, dort sprechen wir über Triathlon. Unten habe ich mal die Themen kopiert. Kommt doch vorbei, wenn Euch was interessiert, es gibt auch die Möglichkeit Fragen zu stellen.

Themen
1. Training: Saisonaufbau mit Intensitäten und Umfang in der Vorberreitung auf einen Ironman. Schlüsseltrainingseinheiten.
2. Ironmanrennen, wie teile ich mir das Rennen ein. Was ist wichtig für den ERSTEN IM. Intensitäten.
3. Ernährung während des Rennens, Kalorien, Riegel, Getränke, Gels und Salztabletten wann, was und wieviel
4. Material: Warum ein Karbonrad. Laufschuhe für einen Marathon. Einlagen. Aerohelm.
5. Mein Leben als Triathlonprofi.


07.07.03
Ruhe, Ruhe, Ruhe, Auf dem Sofa liegen, Stretching, Tour de France..........., ich muss mich zurückhalten nicht trainieren zu gehen. Aber letztes Jahr hat es mir bewiesen, je mehr Ruhe vor dem Ironman je besser. Ich bin letztes Jahr 2 1/2 Wochen mit Broncitis auf dem Sofa gelegen, bis zum Mittwoch vor dem Rennen. Am dem Mittwoch bin ich 30min gelaufen, und am Donnerstag mit der Gruppe die Radstrecke abgefahren, das war´s. Und..... Die Donnerstag-Tour werde ich auch dieses Jahr wieder machen, die ist zu empfehlen. Treffen ist um 11 Uhr am Römer und wir habe Polizeiescorte, allein ist die Strecke durch die Stadt auf dem Rad nicht zu empfehlen. Heute habe ich wie gesagt nicht so viel gemacht, morgends schön lockeres Schwimmen im Freibad mit viel Technik. Dann habe ich mein Rad zum letzten Tune Up zu Bikers Paradise gebracht. Noch eine Stunde Stretching, Massage und Tour de France, das war´s für heute. Jetzt bin ich mit Kochen dran. Gnocci mit Champignons, Knoblauch in Olivenöl. Und einem kleinen Salat. Vielleicht auch ein schönes Glas Rotwein, mal sehen was ich noch im Schrank habe. Also dann bis morgen.

Noch eine Woche bis zum Startschuss. Die letzte Woche, die Nervosität nimmt zu letzte Vorbereitungen. Letzte Trainings. Für mich ist viel Schlaf und Ausruhen wichtig in dieser Phase. Ich möchte am Renntag das Gefühl haben, dass ich viel viel überschüssige Energie habe und den Start nicht mehr erwarten kann. Trotzdem versuche ich meinen Schlafrythmus auf das frühe Aufstehen am Renntag einzustellen. Ist momentan noch nicht der Fall!!!!!
Heute bin ich erst um 10 Uhr aufgewacht. Dann um 11 Uhr auf´s Rad mit Liz und Paul zu einer 80 km Tour durch den Odenwald. Es war eine schöne Tour, super Wetter, der Odenwald ist super zum Radeln und ich habe mich gut gefühlt. Dann kam der grosse Schock, erst fährt ein Feuerwehrauto mit Syrene an uns vorbei, wir schnell zur Seite und anhalten. Ca. 3km weiter steht das Feuerwehrauto, ein Krankenwagen und Polizei. Ein Motorradfahrer liegt auf der Strasse- tot. ................................................................................................................................. Es war ein schrecklicher Anblick, ein schreckliches Gefühl, auch jetzt noch als ich diese Zeilen schreibe. Der Rest der Tour war sehr ruhig, still, wir waren alle schockiert. Paul ist ohne Helm gefahren und ich glaube er wird das nie mehr tun. Wir begeben uns alle in Gefahr auf der Strasse und es ist erschreckend zu realisieren wie schnell alles zu Ende sein kann.

Dann Zuhause war Tour de France und Nudeln mit Gemüse angesagt. Jetzt ist es 8 Uhr, ich hatte eigentlich vor noch ausgiebig zu stretchen, aber jetzt bin ich zu faul. Das verschiebe ich auf morgen. Heute waren ja 2 Rennen (Roth Challenge, Ironman Österreich) die Resultate schaue ich mir jetzt mal im Internet an.


06.07.03
Eigendlich wollte ich ja um 9 Uhr im Freibad schwimmen, da ich heute auch mal den neuen Quintana Roo Speedsuit ausprobiere. Jetzt regnets aber, gehe ich doch ins BLZ Hallenbad. Das macht um 12 Uhr auf.
Heute ist das letzte härtere Schwimmen angesagt. 1000 aufwärmen, 20x 50m 5x Technik, 5x 25 Sprint 25 locker, 5x 25 Lagen 25 Kraul, 5x hart, dann noch 10x100 Kraul und Ausschwimmen. Dannach gab´s ein paar Dinge zu erledigen, Einkaufen, Post usw. Am Nachmittag 100% "Tour de France". Ok- ich habe schon noch ein bischen gestretched und eine Massage bekommen. `Hmmmm der beste Teil des Tages. Zum Abendessen sind wir in ein Restaurant in Ladenburg, da grillt man das Fleisch selbst am Tisch auf einem Stein. Nochmal ein gutes Stück Fleisch, für die Eisenspeicher und Eiweiss. Echt GUT!!!


04.07.03
Wieder ein Tag in Frankfurt. Beim Wallauer Mittsommerlauf starten 2400 Läufer bei 3 verschiedenen Läufen. Wir waren als Triathleten zu dem Lauf eingeladen worden. Ausser mir waren noch meine 2 Kollegen vom Opel-Team, Thomas Hellriegel und Steffan Holzner bei dem 10km Lauf dabei.
Da ich einen lockeren Trainingstag geplant hatte bin ich die 10km auch locker gelaufen, da lass ich mich auch nicht von irgendwelchen Wettkampffieber anstecken, mein Wettkampf findet in einer Woche beim Ironman Frankfurt statt und nicht bei einem 10km Lauf. Es war trotzdem schön dabei zu sein und sehr eindrucksvoll mit so vielen Teilnehmern.
Beeindruckt hat mich auch ein 13-jähriger Junge, der den Lauf mit seinem Vater gelaufen ist und in unter 45min ins Ziel kam! Gratulation! Weiter so.
Jetzt freue ich mich auf ein Wochende frei von Fahrerei und Terminen. Vor dem Lauf war ich noch 4,5km Schwimmen, morgen steht auch nochmal ein längeres Schwimmen an. Wegen meiner gesundheitlichen Probleme dieses Jahr musste ich in einer Disziplin ein bischen an Training streichen, da mein Körper nach den Entzündungen noch nicht so viel Training vertragen hat. Daher habe ich dieses Jahr nicht sehr viel Schwimmen trainiert. Ich hatte festgestellt, daß es für mich nicht viel Unterschied macht, ob ich 20km oder 12km pro Woche schwimme. Um schneller zu werden müsste ich wie in meinen Kurzdistanztagen wieder 30km pro Woche schwimmen. Und die 2min sind es nicht Wert, die Trainingszeit ist besser in Radfahren oder Laufen investiert. Jetzt sind die 2 Tage nochmal wichtig, damit ich dann am Sonntag nicht ganz kaputt aus dem Wasser komme. Bin aber zuversichtlich. Heute das Training war gut.
So jetzt ist es schon wieder 23:15 Uhr, ich geh ins Bett. Langsam muss ich mal früher ins Bett. Schliesslich müssen wir am nächsten Sonntag um 4 Uhr aus den Federn. Graust mir jetzt schon davor. Könnten wir nicht mal ein bischen später starten!?


02.07.03
Heute geht´s mir nicht besonders. Gestern hatte ich noch geschrieben, gesund bleiben ist das wichtigste und schon erwischt´s mich. Muss irgendwas Schlechtes gegessen haben, war wohl der Vogel im Salat. Dieses Jahr habe ich nicht sehr viel Glück, erst ein Autounfall im Februar bei Los Angeles. Bin auf dem Rad umgefahren worden. Dann 2 Monate Zahnprobleme, Entzündung, versaute Operation, Extraction, Antibiotica usw.
Der Tag war interessant, auf der Laufbahn (ich war dort um Koordinationsläufe zu machen) waren 3 Top Sprinter aus Africa. Ist interessant und beeindruckend beim Training zuzuschauen und neue Koordinationübungen zu lernen. Die Flexibilität ist unglaublich, Stretching, Stretching, Stretching. Dann war ich abends noch 3km Schwimmen nur locker, die einzigen härtere Serie war 12x50 steigernd von 1-3, den 4.Rücken alle 1min. Jetzt leg ich mich hin und hoffe der Magen normalisiert sich im Laufe des Tages. Es regnet sowieso, da fällt es nicht ganz so schwer.

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