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Straßenradrennen San Francisco am 18. / 19.09.2004


1. Radrennen
Das erste Radrennen meiner Kariere als Sportlerin ist ein Straßenrennen mit Bergankunft auf dem Berg Mt. Tamanpalais bei San Francisco. Das Rennen ist kurz 20km, die ersten 6,5km flach, dann 6,5km Steigung mit ca.10% folgend von 11km mit wellig mit 6-14% und 7 Hügeln. Ein hartes Rennen und nicht gerade meine Stärke, mit viel Steigungen kurz und intensiv.

Das Feld besteht aus ca.60 Fahrerinnen, es wird von Anfang an gehämmert, Ausreissversuche auf dem Flachstueck werden immer wieder vereitelt. Die Geschwindigkeit schwankt zwischen 40 und 50km/h, dann am Berg geht’s richtig los. Jeder so hart wie’s geht, meine Beine fühlen sich an, als ob sie gleich explodieren. Ich bin als Triathletin solche Intensitäten nicht gewohnt. Keine Ahnung, wo ich mich befinde im Feld. Nach ca.1,5km in die Steigung finden sind wir zu 3. Ich sehe eine Fahrerin vor uns, schaffe es das Loch zu schließen, Eine musste reißen lassen, wir sind wieder zu Dritt. Wechseln uns ab in der Führung.
Ich frage mich: "Koennen wir zu Dritt noch Fahrerinnen vor uns einholen?” Warte kurz am Ende der steileren Steigung. Jetzt geht es hoch und runter. Ich bin schon eine Weile vorne. Keiner übernimmt die Führung, dann greift eine an, zum Glück hatte ich es erwartet und schaffe es an ihrem Hinterrad zu bleiben. C. 1,5km vor dem Ziel am letzten Berg greife ich dann an, ich weis ich bin nicht die stärkste Sprinterin. Und ich schaffe es mich ins Ziel zu retten, als 8. Gesamt. Bin echt zufrieden für mein erstes Rennen.


2. Radrennen ein Kriterium

Bei diesem Rennen, am nächsten Tag wird in 2 verschiedenen Kategorien gewertet. Ich bin Kategorie 3/4, dann gibt es noch 1/2. Jeder startet zunächst in Kat.4 und muss sich durch gute Ergebnisse hocharbeiten. Das Rennen ist ein 1,2km Rundkurs, mit 8 Ecken. Das Rennen ist 30min lang, mit verschiedenen Sprintwertungen. Vor jeder Sprintwertung wird eine Glocke geläutet, dann am Schluss die letzten 6 Runden angezeigt. Ich habe keinerlei Erfahrung in einem solchen Rennen. Wieder geht es gleich von Anfang an zur Sache, schon nach zwei Runden ist die Hälfte der ca.45 Fahrerinnen nicht mehr dabei. Ich versuche mich immer unter den ersten 10 Fahrerinnen aufzuhalten, um nicht den Anschluss zu verlieren, außerdem werde ich versuchen für die Prämien mitzusprinten, einfach um Erfahrung zu sammeln. Beim ersten Sprint verliere ich den Anschluss nach der letzten Kurve, kann das Loch wieder schließen und werde 3., bei den nächsten 2 Sprints jeweils 2. und den letzten kann ich sogar gewinnen. Die lange Gerade vor der Ziellinie leicht bergauf und mit Gegenwind hilft mir dabei, denn ich bin mit Sicherheit nicht die beste Sprinterin, aber ich habe durch das Training für Ironman gute Kraftausdauer. Jetzt geht’s in die letzten Runden, mittlerweile ist die Führungsgruppe auf 7 Fahrerinnen zusammengeschrumpft. 2 Teams haben jeweils 2 Fahrerinnen in der Gruppe, da ich noch keinem Team angehöre bin ich allein.
Letzte Runde ich platziere mich hinter die 2 stärksten Fahrerinnen, eine andere Fahrerin des McWire Team versucht vor mich zu kommen, ich lasse sie nicht, denn dann kann sie mich womöglich später abblocken. Wir kommen auf die letzte Gerade, ich als 3., es kommt zum Sprint. Und ich kann sogar noch eine überholen, werde 2. Gesamt und gewinne die 3/4 Kategorie, da die Erste 1. Kategorie ist. Das war echt ganz schoen intensiv. Anders als bei Triathlonen, werde noch an meiner Kurventechnik arbeiten müssen. Und hoffentlich im nächsten Jahr für das Team McWire zu starten. Die Erfahrung, das neue Training, neue Reize, Technik, all das macht mich hoffentlich zu einer besseren Radfahrerin.


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