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Opel Ironman Frankfurt 2004


2. Platz in 9:20:21
meine 3. beste Zeit über die Ironman Distanz

Im Jahr 2002 in Frankfurt war ich schneller und auch 1997 in Roth (eine Sekunde). Meine Marathon Bestzeit habe ich von 3:16h auf 3:13h verbessert. Ich habe zwar 22min auf Nina Kraft verloren, aber sie ist besonders beim Ironman in Frankfurt eine Klasse für sich. Sogar die Hawaii Gewinnerin des gleichen Jahres, Lori Bowden hatte im letzten Jahr über 20 Min. Rückstand.

Der Start wurde am Morgen des 11. Juli um mehr als 10min verschoben, weil noch nicht alle Sportler im Wasser waren. Wir wurden zu dem Zeitpunkt schon hinter der Startlinie festgehalten, sodass es keine Möglichkeit gab sich durch Schwimmen warmzuhalten, bei einer Wassertemperatur von 18C wurde es ganzschön kalt und die Muskeln steif. Ich hatte schon einen schlechten Start, kam einfach nicht in Schwung, fühlte mich steif und ohne Wassergefühl. An der Menge der Altersklassen Athleten, die mit mir geschwommen sind (darunter auch schon Altersklassen Frauen) wusste ich, dass ich mich schon weiter hinten befand.

Nach dem Schwimmen sah es für mich so aus als wären schon alle Profi Räder weg. Aber ich hatte mir vorgenommen mein Rennen nicht von dem was die Anderen machen beeinflussen zu lassen, zumindest nicht so früh im Rennen. Viele haben mich gefragt warum ich denn so einen langsamen ersten Wechsel hatte? Der Grund war, dass ich mich entschieden habe Socken anzuziehen, erstens weil es kalt war und zum 2. weil ich bei Regen auf dem Rad keine Blasen riskieren wollte. Ich denke es hat sich ausgezahlt. Und dafür war mein 2. Wechsel der schnellste im Feld.

Auf dem Rad wusste ich, dass ich aufzuholen hatte. Habe mich auch gut gefühlt, bis bei ca. 50km meine Rückenmuskulatur steif wurde und ich diese immer wieder dehnen musste. Das hat mich schon behindert. Erst am Heartbreak Hill, nach ca. 90km habe ich von Freunden die ersten Splits bekommen. Zu der Zeit war ich 1:50 Min hinter Nina Fischer, am Beast war es dann nur noch eine Minute und am Hünerberg habe ich sie eingeholt und überholt. Nach 2-3min kam sie dann wieder neben mich, habe dann wieder attackiert.

Mit etwas über 9min Rückstand auf Nina Kraft bin ich auf die Laufstrecke, ein sicheres Polster für sie, die ja auch schneller Laufen kann als ich. Aber man weiß ja nie. In der Ersten Runde (von 3) habe ich auch kaum Zeit verloren, obwohl ich versucht habe mich zurückzuhalten. Dann wurde es mehr und mehr, ich müder und müder. Habe trotzdem immer versucht mich nach vorn zu orientieren, obwohl mit Nina Fischer und Tina Walter 2 gute Läuferinnen hinter mir waren. Mit neuer persönlicher Laufbestzeit in 3:13h konnte ich auf dem 2.Platz dann noch die super Atmosphäre beim Zieleinlauf genießen.

Vielen Dank an all die Zuschauer, die uns über die Strecke geholfen haben, die Stimmung war wieder super. Besonderen Dank an all meine Freunde, Familie und Trainingspartner, die aus Heidelberg und sogar aus San Francisco angereist sind um mich zu unterstützen. Ihr seid Spitze!

Besonderen Dank auch meine Sponsoren, besonders Opel, die zu mir gehalten haben, trotz des schlechten letzten Jahres!!

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